Eine ältere Dame betrat ein exklusives Brautmodengeschäft. Der Verkäufer verspottete sie — ein großer Fehler!

Eine ältere Frau betrat einen exklusiven Brautmodenladen. Der Verkäufer verspottete sie ein großer Fehler

Markus arbeitete in einem Luxus-Brautmodengeschäft und schätzte alles Extravagante. Er war ziemlich materialistisch, was ihn oft überheblich machte.

An einem ruhigen Nachmittag kam eine ältere Dame namens Gisela in den Laden. Es war ungewöhnlich still nur Markus und seine Kollegin Katrin waren dort.

Gisela entsprach überhaupt nicht der typischen Kundschaft des Ladens. Ihre Kleidung war altmodisch, ihre Frisur ungepflegt weit entfernt von dem, was man als elegant bezeichnen würde. Doch Gisela hatte sich noch nie für Äußerlichkeiten interessiert. Für sie zählte der Charakter mehr als der Schein, und materieller Besitz war ihr nie wichtig gewesen. Ihr bescheidener Job gab ihr selten Anlass, solche Läden zu besuchen.

Doch für ihre bevorstehende Sommerhochzeit hatte sie beschlossen, sich etwas zu gönnen. Als sie eintrat, warf Markus ihr einen missbilligenden Blick zu und vertiefte sich wieder in sein Handy.

Oh wow, da hat sich wohl jemand verlaufen. Sieht aus, als käme sie direkt vom Flohmarkt, murmelte er zu Katrin. Hör mal, Oma, ich machs dir leicht, ja?

Das ist nicht fair, Markus, sagte Katrin scharf. Sie ist eine Kundin wie jede andere. Bitte hilf ihr. Ich muss die neue Ware aus dem Lager holen.

Markus rollte mit den Augen und tippte weiter auf seinem Handy herum. Gisela näherte sich mit einem freundlichen Lächeln, aber er sah nicht einmal auf.

Entschuldigen Sie, junger Mann, könnten Sie mir bitte helfen?

Was wollen Sie denn? fuhr er sie an, ohne aufzublicken.

Sie müssen nicht unfreundlich sein, erwiderte Gisela sanft. Ich suche ein Hochzeitskleid. Ich heirate diesen

Passen Sie mal auf, Oma, unterbrach er sie ungeduldig. Damit wir keine Zeit verschwenden: Nach Ihrem Outfit zu urteilen, können Sie sich hier nichts leisten. Ein paar Straßen weiter gibt es einen Secondhand-Laden da finden Sie bestimmt etwas.

Ach wirklich? Das können Sie mir einfach so ansehen? fragte Gisela enttäuscht.

Nehmen Sies nicht persönlich, sagte Markus herablassend. Ich spare uns beiden nur die Mühe.

Nun, erwiderte Gisela ruhig, wenn Sie mich nicht als Kundin respektieren, dann wenigstens als ältere Dame.

Ja, klar, murmelte er und ignorierte sie weiter.

In diesem Moment betrat eine junge, modisch gekleidete Frau den Laden, die Reichtum ausstrahlte. Markus sprang sofort auf und strahlte sie an.

Guten Tag! Sie sehen wunderschön aus! Wie kann ich Ihnen helfen?

Katrin kam gerade zurück und bemerkte Giselas entmutigten Blick. Sie legte die Kartons ab und ging sofort zu ihr.

Guten Tag, meine Dame! Wurden Sie bereits bedient?

Nein, Ihr Kollege hält mich wohl für seine Zeit nicht wert. Könnten Sie mir helfen?

Ach, ignorieren Sie ihn, sagte Katrin freundlich. Was suchen Sie denn?

Ich heirate diesen Sommer, erklärte Gisela fröhlich. Und ich möchte es mir richtig gut gehen lassen.

Herzlichen Glückwunsch! Eine Sommerhochzeit klingt traumhaft. Ich glaube, ich habe genau das Richtige für Sie.

Katrin zeigte ihr einige Kleider, und Gisela verliebte sich in eines der teuersten Modelle. Währenddessen probierte die junge Influencerin fast acht Kleider an, machte in jedem Fotos und entschied sich dann für keins.

Entschuldigen Sie, aber Sie haben acht Kleider anprobiert und nur Fotos gemacht. Welches möchten Sie denn kaufen?

Ähm eigentlich keins, antwortete sie lässig und machte noch ein Selfie.

Wie bitte? Wollten Sie überhaupt etwas kaufen?

Reg dich ab, sagte sie mit einem Lächeln. Ich brauchte nur ein paar Bilder für Instagram.

Sie sind doch nicht ernsthaft

Tschüss! rief sie und verschwand.

Verärgert drehte sich Markus um und erstarrte. An der Kasse holte Gisela eine Tasche mit Bargeld hervor. Sie bezahlte das teuerste Kleid in bar und ließ Katrin 5.000 Euro Trinkgeld da.

Ähm das ist aber ein großzügiges Trinkgeld, stammelte Markus.

Meine Dame? Vorhin war ich noch Oma, erwiderte Gisela kühl.

Oh, das war doch nur nur ein Scherz. Wenn ich gewusst hätte

Wenn Sie was gewusst hätten? unterbrach sie ihn. Dass ich nicht im Secondhand-Laden einkaufen muss? Man soll niemals ein Buch nach seinem Umschlag beurteilen.

Markus wurde knallrot vor Scham. Gisela lächelte Katrin warmherzig an.

Danke, Katrin. Sie waren wunderbar. Ich freue mich, Sie auf der Hochzeit zu sehen.

Natürlich, Gisela. Es war mir eine Freude.

Gisela winkte zum Abschied, während Markus sprachlos zurückblieb.

Ichich verstehe das nicht.

Katrin musste lachen. Gisela ist Krankenschwester. Sie heiratet einen verwitweten Millionär, den sie pflegte, nachdem er einen Unfall hatte. Sie wusste nicht einmal, dass er reich ist.

Markus war fassungslos und beschämt. Katrin klopfte ihm auf die Schulter.

Merke dir eine Lektion, Markus. Bevor du das nächste Mal voreilige Schlüsse ziehst, denk zweimal nach.

An jenem Sommer feierte Katrin mit Gisela und ihrem Mann auf der Hochzeit. Es war ein unvergesslicher Abend.

Was lernen wir daraus?
Urteile nie über einen Menschen nach seinem Äußeren. Markus Vorurteile führten ihn ins Verderben. Hätte er Gisela mit Respekt behandelt, wäre alles anders gekommen.

Behandle alle Menschen gleich, egal wie sie aussehen. Denn wahre Größe zeigt sich nicht in teurer Kleidung, sondern im Charakter.

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