Ehemann holt seine Mutter ohne Absprache ins gemeinsame Haus

**Tagebuch einer emotionalen Woche**

Gestern brachte mir meine Nachbarin, Frau Schröder, frisch gebackene Kohlkuchen und selbst gemachte Erdbeermarmelade. Wir tranken Tee in meiner kleinen Küche in München und tauschten Neuigkeiten aus.

Hast du schon gehört? Die Schmidts streiten sich wieder, flüsterte Frau Schröder, während sie vorsichtig ihre Tasse absetzte. Ihr Sohn, der Thomas, hat einfach seine Mutter aus dem Dorf geholt, ohne vorher mit seiner Frau zu sprechen. Die wohnen doch nur in einer Einzimmerwohnung!

Ich seufzte. Und nun?

Sie packt wohl schon ihre Sachen.

Später an diesem Abend, in einem kleinen Apartment am Stadtrand, lief meine Freundin Monika unruhig in der Küche auf und ab. Am Telefon erzählte sie mir aufgeregt: Er hat sie einfach hier abgeliefert, Karin! Ohne Vorwarnung! Ich komme von der Arbeit nach Hause und da sitzt sie, seine Mutter, mit ihren Koffern!

In diesem Moment kam ihr Mann, Markus, herein. Er wirkte müde, vermied ihren Blick und schenkte sich ein Glas Wasser ein.

Wo ist Elfriede?, fragte Monika scharf.

Sie ruht im Wohnzimmer.

Auf unserem Sofa.

Markus seufzte. Wo soll sie sonst schlafen? Wir haben kein Gästezimmer.

Genau, Markus! Wir haben kaum Platz und du entscheidest einfach allein?

Sein Ton wurde verteidigend. Was sollte ich tun? Ihr Haus in Bayern ist abgebrannt! Sollte ich sie auf der Straße lassen?

Ich wollte, dass wir darüber sprechen! Vielleicht hätten wir eine Lösung gefunden eine kleine Wohnung, oder sie könnte vorübergehend zu deiner Schwester nach Frankfurt.

Markus schüttelte den Kopf. Sabine wohnt zu weit weg, und eine Wohnung können wir uns nicht leisten.

Es geht nicht ums Geld, erwiderte Monika leise. Es geht darum, dass du mich übergangen hast.

In diesem Moment betrat Elfriede die Küche, eine kleine, ältere Dame mit grauem Dutt und einer gestrickten Jacke. Ich höre alles, sagte sie unsicher. Die Wände sind dünn. Sie bot an, in ein Seniorenheim zu gehen, doch Markus wehrte ab.

Mama, das ist jetzt auch dein Zuhause.

Dieser Satz traf Monika wie ein Schlag. Sein Zuhause. Nicht ihres.

Aber als Elfriede später mit ihr allein war, brach das Eis. Sie brachte Tee, redete über Markus Sturheit als Kind und versprach, im Haushalt zu helfen. Ich kann nähen und gut kochen, sagte sie lächelnd.

Am nächsten Morgen, als Markus früh zur Arbeit ging, bereitete Elfriede Pfannkuchen und Kompott. Beim Frühstück gestand sie: Markus hat mir gesagt, du hättest nichts dagegen. Ich glaubte ihm.

Monika wurde klar er hatte beide belogen. Doch statt Wut spürte sie etwas Neues: Respekt für Elfriede.

Als sie ihr die Hand reichte, lächelte sie. Willkommen in unserer Familie. Wirklich.

Und irgendwie wusste sie es würde gut werden.

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Ehemann holt seine Mutter ohne Absprache ins gemeinsame Haus
Mamá quiere a todos