Hey, hör mal Weißt du, was ich für eine Geschichte gehört habe? Also, es geht um Anton und Sophie. Die beiden kannten sich seit der Schulzeit in München. Sophie war immer die Hübsche, die alle Jungs anstarrten, und Anton? Naja, er war eher der Typ, der still im Hintergrund blieb und heimlich für sie geschwärmt hat. Er war nicht groß, nicht besonders auffällig, aber er hatte ein gutes Herz. Doch Sophie sah ihn nur als Freund. Immer.
Sie trafen sich manchmal in ihrem Stammcafé in der Innenstadt»Unser Café», wie sie es nannten. Der Duft von frischem Kaffee hing immer in der Luft. Vor zehn Jahren hatte Anton ihr dort sogar seine Liebe gestanden. Sie lächelte nur und sagte: «Du bist ein toller Freund, Anton, aber mehr wird es nicht.» Er war wütend, aber er hatte Angst, sie ganz zu verlieren. Also hielt er sich zurück.
Jahre vergingen. Anton heiratete schließlich eine Frau namens Julia, nur um Sophie zu vergessen. Klappte natürlich nicht. Als Sophie dann selbst heiratete, war Anton am Boden zerstört. Und dannpech für ihnbekam sie sogar noch ein Kind. Er versuchte, weiterzumachen, gründete selbst eine Familie, bekam eine Tochter namens Lina. Aber selbst dann schlich er manchmal auf Sophies Social-Media-Profil rum, als könnte er nicht loslassen.
Dann passierte es: Sophies Ehe ging in die Brüche. Und plötzlich stand sie wieder vor ihm im Café, traurig, verloren. Anton wollte helfen, aber er wusste, er durfte sich nicht wieder in sie verrennen. Doch dannHerzinfarkt! Mitten im Einkaufszentrum, als er sie mit ihrem Sohn traf. Als er im Krankenhaus aufwachte, war Sophie da. Und sie sagte etwas, worauf er sein ganzes Leben gewartet hatte: «Vielleicht sollten wir es versuchen?»
Keine große Hochzeit, kein Tamtam. Einfach standesamtlich, dann ab auf die Kanaren. Endlich. Abends, wenn ihr Sohn schlief, lagen sie am Strand, hörten das Meer rauschen. «Sophie», flüsterte Anton, «ich bin so glücklich.» Sie lächelte. «Wir haben so viel Zeit verschwendet.» Er drückte sie fester. «Aber jetzt haben wir die Ewigkeit.»
Und weißt du was? Manchmal, wenn der Wind richtig steht, weht Sand aus der Sahara rüber. Gelbliche Wolken am Horizont. Wie ein Zeichen, dass selbst die größten Wüsten überwunden werden können.







