Der Junge aus dem Jenseits rettet seine Mutter

Also, hör mal diese unglaubliche Geschichte, die mir vor Jahren passiert ist Also, ich bin Arzt, und in meiner Karriere habe ich schon so einiges erlebt trauriges, schönes, skurriles. Aber diese eine Sache wird mich wohl niemals loslassen.

Es war Anfang der 1980er, ich war frisch aus dem Medizinstudium und zum Berufseinstieg in einer kleinen Praxis in einem Dorf bei München gelandet. Dachte, ich komme in eine verfallene Baracke, aber stattdessen war es ein nagelneues Gebäude. Die Kollegen waren super nett, ich war richtig glücklich! Die erste Woche verlief normal, nur viel zu tun.

Dann, an einem Freitag, kam ich extra früh, um in Ruhe Akten zu sortieren. Die Sprechstunde begann erst in einer Stunde, die Arzthelferin Lisa war noch nicht da. Plötzlich klingelte das Telefon. Ich nahm ab und da war dieser Jungenstimme: *Herr Doktor Weber! Meiner Mama gehts schlecht! Kommen Sie schnell, Adalbertstraße 11!* Ich fragte: *Was ist passiert?* Er flüsterte: *Sie stirbt* Ich wurde nervös: *Warum? Ruf den Notruf!* Doch er antwortete kaum hörbar: *Niemand ist da nur ich. Meine Schwester ist noch nicht da* Dann wurde die Leitung tot.

Ich warf meinen Kittel über und raste los. Nach 15 Minuten stand ich vor dem Haus. Die Tür war angelehnt. *Hallo? Arzt hier!* Keine Antwort. Drinnen fand ich eine Frau quer über dem Bett liegen, blass, kaum bei Bewusstsein. Ihre Hand war eiskalt, aber ein schwacher Puls war da. Auf dem Boden lag eine leere Tablettenpackung. Ein klarer Suizidversuch. Natürlich hatte ich keine Ahnung, was genau sie genommen hatte aber ich handelte schnell, rief den Notarzt und leistete Erste Hilfe.

Als die Sanitäter kamen, log ich: *Sie hat die Dosis falsch eingeschätzt, aber gemerkt und mich angerufen.* Ich wollte nicht, dass sie in die Psychiatrie kam damals war das kein einfaches Schicksal. Draußen hatte sich schon eine Neugierige Menschentraube gebildet. Eine alte Frau fragte: *Doctor, wird sies schaffen?* Ich nickte: *Ja.* Sie seufzte: *Ihr kleiner Tobias ruft sie wohl zu sich Vor einem Monat ist er ertrunken.* Ich stutzte: *Aber sie hat doch noch zwei Kinder?* Die Alte schüttelte den Kopf: *Nein, nur den Jungen.*

Wer hatte mich dann angerufen? Von welcher Schwester hatte der Junge gesprochen? Keine Zeit zum Nachdenken ich musste zurück zur Praxis. Lisa war schon besorgt: *Herr Weber, wo stecken Sie?!* Ich erzählte alles. Sie wurde traurig: *Die Frau heißt Greta. Sie und ihr Mann haben lange auf ein Kind gewartet Tobias war ihr Ein und Alles.* Dann stutzte sie: *Aber wie hat er Sie anrufen können? Unsere Leitung ist doch noch gar nicht angeschlossen!*

Ich starrte auf das Telefon kein Kabel. Nichts. Wie?

Später besuchte ich Greta im Krankenhaus. Ihr Mann dankte mir, aber sie starrte nur aus dem Fenster. *Warum kamen Sie?, flüsterte sie. Ich erzählte von dem Anruf. Eine Träne rollte: *Tobias hat mich gerettet.* Ich drückte ihre Hand: *Er will, dass Sie leben! Er sprach von einer Schwester, die noch kommt!* Sie schüttelte weinend den Kopf: *Ärzte sagen, ich kann nie mehr Kinder bekommen.*

Ich ging mit schwerem Herzen. Jahre vergingen.

Dann, an einem Schneetag, klopfte es in meinem Sprechzimmer. Greta stand da strahlend! Neben ihr ihr Mann und ein kleines Mädchen, etwa fünf, das sich schüchtern hinter Gretas Rock versteckte. *Das ist unsere Tochter, Lina, sagte sie stolz. Ich wollte danken. Ihre Worte haben mich gerettet. Nach der Klinik sind wir ins Kinderheim gefahren Lina stand auf der Treppe, als warte sie auf uns. Da wusste ich, warum Tobias mich nicht gehen ließ.* Sie lächelte und strich über ihren Bauch. *Und dann passierte ein Wunder.*

Bis heute denke ich oft an Tobias. Warum ausgerechnet ich? Wer weiß Manche Dinge bleiben eben ein Mysterium.

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