— Du hast wirklich kein Mitgefühl. Siehst du nicht, wie schwer es für Matthias ist? Er ist dein Bruder, du hättest ihm helfen können. Denkst du immer nur an dich selbst?

Du hast ja wirklich keinen Funken Gewissen. Siehst du nicht, wie sehr Matthias in der Klemme steckt? Das ist dein Bruder, du hättest ihm doch helfen können. Du denkst immer nur an dich selbst.

Kürzlich rief meine Mutter an und bat mich, all meine Sachen aus ihrer Wohnung abzuholen.

Hier kann man kaum noch herumgehen wegen deinem Gerümpel, sagte sie.

Das Gespräch fand statt, nachdem ich meinem Bruder Matthias das Geld für die Anzahlung einer eigenen Wohnung verweigert hatte. Nicht leihen, sondern geben denn ich weiß genau, dass er das Geld nie zurückzahlen würde.

Als ich Nein sagte, stapfte Matthias wütend aus meiner Wohnung. Er war überzeugt, ich würde ihm einfach all meine Ersparnisse vor die Füße werfen, weil er eine Familie und Kinder hat ich jedoch nicht.

Ich muss das hier loswerden, weil meine Familie mich gerade zu Weihnachten umso ungerechter behandelt.

Als ich nach München zog, um zu studieren, fing ich sofort an, einen Teilzeitjob zu übernehmen. Zuerst wohnte ich im Studentenwohnheim, dann zog ich mit einer Mitbewohnerin in eine kleine Wohnung. Ich wollte nicht von meinen Eltern abhängig sein, also verdiente ich mein Geld selbst und half gleichzeitig meiner Mutter.

Sie nahm kein Geld direkt an, verlangte aber immer, dass ich ihr etwas Nützliches mitbringe: Kleidung, Schuhe, Haushaltsartikel. Und bei den Einkäufen kam ich jedes Mal mit vollen Tüten zurück.

Meine Mutter lebt in einer Dreizimmerwohnung zusammen mit Matthias. Unser Vater ist vor drei Jahren verstorben.

Matthias hat nie viel für die Schule übrig gehabt. Nach dem Abitur ging er nach Belgien arbeiten, und das Einzige, was er dort kaufte, war ein klappriges altes Auto. Zurück in Deutschland wurde er Taxifahrer.

Später heiratete er und zog mit seiner Frau Brunhilde in die Wohnung meiner Mutter. Die beiden hatten immer Geldsorgen, weil Matthias von Tag zu Tag lebte. Sobald der Lohn kam, war er sofort weg.

Meine Mutter und Brunhildes Eltern halfen regelmäßig aus. Matthias wusste, dass immer jemand einspringt, also bemühte er sich nicht, mehr zu verdienen oder seine finanzielle Lage zu verbessern.

Heute haben Matthias und Brunhilde zwei Kinder, das dritte ist unterwegs. Sie beschlossen, die Wohnung der Mutter sei zu klein geworden und fingen an, über den Kauf einer eigenen Immobilie nachzudenken.

Ich wohne mit meinem Partner Thomas in einer Mietwohnung. Wir wollen heiraten, haben das Fest aber erst einmal zurückgestellt. Unsere Einnahmen sind stabil Thomas arbeitet als ITIngenieur, ich betreibe mehrere Onlineshops. Wir geben kein Geld für unnötige Dinge aus und sparen für unser eigenes Heim, damit wir nach der Hochzeit endlich selbstständig wohnen können.

Meine Mutter kannte unsere Pläne, ließ aber trotzdem Matthias andeuten, er könnte mich um Hilfe bitten.

Sie wollen eine Wohnung kaufen, haben aber kein Geld für die Anzahlung, sagte meine Mutter.

Als Matthias zu mir kam und direkt um Geld bat, habe ich abgelehnt. Er war außer sich. Er dachte, ich schulde ihm etwas, nur weil er Kinder hat und ich nicht.

Später rief meine Mutter wieder an und schimpfte:

Du hast wirklich keinen Funken Gewissen. Siehst du nicht, wie sehr Matthias in der Klemme steckt? Das ist dein Bruder, du hättest ihm doch helfen können. Du denkst immer nur an dich selbst.

Dann fuhr sie fort:

Komm und hol deine Sachen aus unserer Wohnung. Wir kommen hier kaum noch voran wegen deinem Durcheinander. Und komm nicht mal zu Weihnachten. Matthias ist sauer auf dich, und ich will dich ebenfalls nicht sehen.

Ich habe nicht weiter diskutiert. Ich hole meine Kisten und stelle sie in unserer Mietwohnung hin. Und wenn Thomas und ich unser eigenes Haus kaufen, richten wir dort ein Zimmer für die Familie ein.

Ich hätte meinem Bruder das Geld leihen können, aber ich weiß, dass er es nie zurückzahlen würde. Und er hat mich gar nicht erst um ein Darlehen gebeten er erwartete einfach, ich würde ihm all meine Ersparnisse einfach so geben, nur weil er Kinder hat

Wie würdet ihr in so einer Situation reagieren?

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— Du hast wirklich kein Mitgefühl. Siehst du nicht, wie schwer es für Matthias ist? Er ist dein Bruder, du hättest ihm helfen können. Denkst du immer nur an dich selbst?
Listen Up! I’m Wealthy Now, and It’s Time for Us to Divorce,» Declared the Husband Haughtily. He Had No Idea What Was Coming.