Mein Sohn verklagte mich wegen seines Erbes und das Urteil des Richters ließ uns beide in Tränen zurück
Ich hätte nie gedacht, dass mein eigenes Kind mich vor Gericht ziehen würde. Nachdem mein Mann letztes Jahr verstarb, stand in seinem Testament klar, dass alles das Haus, die Ersparnisse, die Investments an mich gehen sollte und unser Sohn, Lars, erst nach meinem Tod erben würde. Es sollte mir Sicherheit im Alter geben, worum sich mein Mann immer gesorgt hatte. Dass genau diese Geste der Liebe unsere Familie zerreißen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.
Lars war immer ein guter Sohn gewesen, doch nach dem Tod seines Vaters veränderte er sich. Er kündigte seinen Job, sprach davon, nochmal von vorne anzufangen, und als ich ihm nicht sofort Geld für seine neue Geschäftsidee gab, wurde er bitter.
Eines Abends kam er vorbei und sagte: Mama, das Geld gehört doch schon mir. Papa wollte, dass ich es bekomme. Ich versuchte, ihm sanft zu erklären es stimmte nicht, noch nicht. Sein Vater wollte, dass er erst sein eigenes Leben aufbaute, Verantwortung lernte.
Doch Lars hörte nicht zu. Er nannte mich egoistisch, sagte, ich würde horten, was ihm zustehe. In der nächsten Woche erhielt ich die Papiere mein eigener Sohn verklagte mich um sein Erbe. Ich saß am Küchentisch, hielt sie mit zitternden Händen und konnte sie kaum lesen. In dieser Nacht weinte ich, bis keine Tränen mehr übrig waren.
Der Gerichtssaal war kälter, als ich erwartet hatte nicht nur die Temperatur, sondern auch das Schweigen zwischen uns.
Als Lars hereinkam, vermied er jeden Blickkontakt. Ich erinnerte mich daran, wie er als kleiner Junge meine Hand in Menschenmengen suchte, wie stolz sein Vater auf ihn gewesen war.
Jetzt standen wir auf gegenüberliegenden Seiten, als wären wir Fremde.
Er argumentierte, ich bräuchte das Geld nicht, dass es in seinen Händen besser aufgehoben wäre. Als ich an der Reihe war, brachte ich kaum ein Wort heraus. Ich sagte nur dem Richter, dass ich meinen Sohn liebte, dass es nicht um Gier ging sondern darum, den Wunsch seines Vaters zu ehren.
Als der Richter endlich sprach, erstarrte der Saal. Das Testament ist eindeutig, sagte er entschieden. Das Vermögen gehört Frau Bauer bis zu ihrem Tod. Erst dann geht es an ihren Sohn über.
Dann sah er uns beide an, seine Stimme wurde sanfter. Doch ich muss Ihnen etwas sagen Sie haben nicht nur einen Prozess verloren. Sie verlieren einander.
Das brach etwas in mir. Ich drehte mich zu Lars. Seine Schultern zitterten, Tränen liefen über sein Gesicht. Es tut mir leid, Mama, flüsterte er.
Ich stand auf und streckte die Arme nach ihm aus, und in diesem Moment verschwand der Gerichtssaal. Es waren nur noch wir zwei Mutter und Sohn die sich festhielten und hofften, dass es nicht zu spät war, den Weg zueinander zurückzufinden.







